Notgroschen-Rechner: Wie hoch sollte dein Notgroschen sein?
Notgroschen-Rechner
Ziel Notgroschen: €7.500. Zeit bis zum Ziel: 15 Monate
Ergebnis
- Ein sicheres Einkommen
Leg den Notgroschen auf ein Tagesgeldkonto, getrennt von deinem Girokonto.
Über diesen Notgroschen-Rechner
Dieser Notgroschen-Rechner zeigt, wie viel Geld du für Jobverlust, eine hohe Rechnung oder ein kaputtes Auto zurücklegen solltest und wie lange der Aufbau dauert. Du gibst deine monatlichen Fixkosten und deine Lebenslage ein: Bei zwei sicheren Einkommen schlägt der Rechner 3 Monate vor, bei einem sicheren Einkommen 6 Monate und für Selbstständige oder bei schwankendem Einkommen 9 Monate, die sogenannte 3-6-9-Regel. Mit deinem bisherigen Ersparten und deiner Sparrate siehst du das Ziel, den fehlenden Betrag, die nötigen Monate und wann du eine Startreserve von €1.000 hast. Unter „Mehr Optionen“ addierst du deine Fixkosten nach Kategorien, statt eine Summe einzugeben.
So werden Notgroschen und Spardauer berechnet
Das Ziel sind die Fixkosten mal die Zahl der Monate: €1.250 x 6 = €7.500. Die Aufbauzeit ist der fehlende Betrag geteilt durch die Sparrate, aufgerundet auf volle Monate: €7.500 / €500 = 15 Monate. Mit €2.000 Erspartem bleiben €7.500 - €2.000 = €5.500, also €5.500 / €500 = 11 Monate, und die €2.000 decken bereits €2.000 / €1.250 = 1,6 Monate. Die Startreserve von €1.000 erreichst du nach €1.000 / €500 = 2 Monaten.
Praktische Tipps und unterstützende Rechner
Was dieser Notgroschen-Rechner macht
Du trägst deine monatlichen Fixkosten ein, wählst deine Lebenslage und der Rechner schlägt vor, wie viele Monate dein Notgroschen abdecken sollte. Diese Zahl kannst du selbst ändern. Mit deinem Ersparten und deiner monatlichen Sparrate siehst du, wie weit du bist, wie viele Monate der Rest dauert und wann du die erste Etappe von €1.000 erreichst. Ein Balken zeigt, welchen Teil des Ziels du schon hast. Kennst du deine Fixkosten nicht als eine Zahl, öffne „Mehr Optionen“ und trag sie einzeln mit Name und Betrag ein, etwa Miete, Strom und Lebensmittel: Ihre Summe ersetzt den einzelnen Betrag.
Rechenbeispiel
Deine Fixkosten liegen bei €1.250 im Monat und du lebst von einem Einkommen, also schlägt der Rechner 6 Monate vor: ein Ziel von €7.500. Mit €500 im Monat erreichst du es nach 15 Monaten und die Startreserve von €1.000 nach 2 Monaten. Bei zwei sicheren Einkommen sind es mit 3 Monaten €3.750, angespart in 8 Monaten; als Selbstständiger mit 9 Monaten €11.250, angespart in 23 Monaten. Hast du beim 6-Monats-Plan schon €2.000 gespart, fehlen noch €5.500, also 11 Monate.
Wie hoch sollte der Notgroschen sein?
Die meisten Empfehlungen nennen 3 bis 6 Monate Fixkosten. Die 3-6-9-Regel verknüpft die Zahl mit der Sicherheit deines Einkommens: 3 Monate, wenn zwei Personen ein sicheres Einkommen haben, 6 Monate mit einem Einkommen oder mit Kindern, 9 Monate oder mehr als Selbstständiger, mit Provisionsgehalt oder in einer Branche mit vielen Kündigungen. Bei €1.250 im Monat sind das €3.750, €7.500 oder €11.250. Wer ein eigenes Haus hat, plant oft zusätzlich für große Reparaturen wie Heizung oder Dach.
Fixkosten statt Gehalt
Der Notgroschen muss bezahlen, was weiterläuft, wenn dein Einkommen wegfällt: Miete oder Kreditrate, Strom, Heizung, Wasser und Internet, Lebensmittel, Versicherungen, Mobilität und die Mindestrate jedes Kredits. Essen gehen, Streaming, Urlaub und Sondertilgungen würdest du sofort stoppen, deshalb zählen sie nicht. Darum liegt das Ziel meist deutlich unter sechs Nettogehältern: Bei €2.500 netto und €1.250 Fixkosten sind 6 Monate €7.500, nicht €15.000.
Die 1.000-Euro-Regel für den Start
Ein voller Notgroschen kann mehr als ein Jahr dauern, deshalb empfehlen viele Ratgeber zuerst eine Startreserve von €500 bis €1.000. Sie fängt die häufigsten Überraschungen ab, etwa eine Autoreparatur, eine kaputte Waschmaschine oder eine Zahnarztrechnung, ohne dass du den Dispo brauchst. Mit €500 im Monat hast du €1.000 nach 2 Monaten. Danach kannst du teure Schulden tilgen und gleichzeitig den Rest des Notgroschens aufbauen.
Wo du den Notgroschen anlegst
Ein Notgroschen muss sicher und innerhalb weniger Tage verfügbar sein, nicht möglichst viel Rendite bringen. Ein Tagesgeldkonto passt: Die gesetzliche Einlagensicherung schützt Guthaben bis €100.000 pro Person und Bank. Aktien, ETFs und Krypto passen nicht, weil ein Minus von 20 % bis 30 % oft genau mit einer Krise und Kündigungen zusammenfällt. Halte den Notgroschen getrennt vom Girokonto, damit du ihn nicht aus Versehen ausgibst.
In vier Schritten zum Notgroschen
- Addiere deine monatlichen Fixkosten oder trag die Kategorien unter „Mehr Optionen“ ein.
- Wähle deine Lebenslage und pass die Monate an, wenn dein Job besonders sicher oder unsicher ist.
- Richte am Zahltag einen Dauerauftrag für deine Sparrate auf das Tagesgeldkonto ein.
- Füll den Notgroschen nach jeder Entnahme wieder auf und prüf das Ziel nach einem Umzug oder Jobwechsel.
Häufige Fehler
- Mit dem Bruttogehalt rechnen: Der Notgroschen muss nur die Fixkosten decken, und die setzt die 50-30-20-Regel bei etwa der Hälfte des Nettos an.
- Den Notgroschen in Aktien anlegen: Er kann 20 % weniger wert sein, genau wenn du ihn brauchst.
- Ihn für planbare Ausgaben nutzen, etwa Urlaub oder ein neues Handy: Dafür gibt es eigene Sparziele.
- Ihn nie wieder auffüllen: Nach einer Reparatur für €1.200 fehlen dem Notgroschen €1.200, bis du sie wieder gespart hast.
Was dieser Rechner nicht macht
- Er rechnet keine Zinsen auf dem Tagesgeld während des Aufbaus ein.
- Er berücksichtigt kein Arbeitslosengeld und keine Versicherungsleistungen, die die nötigen Monate verkürzen könnten.
- Er ist ein Planungswerkzeug, keine Finanzberatung.
Unterstützende Rechner
- Sparrate finden: Nutze den 50-30-20-Regel-Rechner, um zu sehen, wie viel deines Nettoeinkommens der 20-%-Spartopf für den Notgroschen freimacht.
- Wenn der Notgroschen steht: Nutze den Sparrechner, um zu sehen, was aus derselben Monatsrate über die Jahre wird.
- Schulden neben dem Notgroschen: Nutze den Schuldentilgungsrechner, um zu sehen, wie schnell Sondertilgungen teure Schulden abbauen, sobald die Startreserve steht.