Break-Even-Point berechnen: Rechner für die Gewinnschwelle
Break-Even-Point berechnen
Break-Even-Grafik
Break-Even-Menge: 250 Stück
Ergebnis
- Pro Stück
- Pro Monat
Break-Even-Menge = Fixkosten / (Verkaufspreis - variable Kosten pro Stück), auf ganze Stück aufgerundet.
Über diesen Break-Even-Rechner
Mit diesem Break-Even-Rechner siehst du, wie viel du verkaufen musst, bevor ein Unternehmen, ein Produkt oder eine Nebentätigkeit Geld verdient. Der Tab Pro Stück rechnet mit Fixkosten, Verkaufspreis und variablen Kosten pro Stück und zeigt die Gewinnschwelle als Break-Even-Menge und als Break-Even-Umsatz, dazu den Deckungsbeitrag. Der Tab Aus dem Umsatz macht dasselbe für alle, die Umsatz und variable Gesamtkosten statt Stückzahlen erfassen, etwa Agenturen, Händler mit vielen Artikeln oder Berater. Unter Mehr Optionen trägst du einen erwarteten Absatz für Sicherheitsabstand, Gewinn und Zeitpunkt der Gewinnschwelle ein, und einen Zielgewinn, um den dafür nötigen Umsatz zu sehen. Liegst du unter der Gewinnschwelle, zeigt der Rechner, welcher Anteil der Fixkosten gedeckt ist, wie viel Stück oder Umsatz fehlen und bei welchem Preis du die Gewinnschwelle erreichst.
So funktioniert die Break-Even-Formel
Der Deckungsbeitrag pro Stück ist der Verkaufspreis minus die variablen Kosten: €50 - €30 = €20. Die Break-Even-Menge teilt die Fixkosten durch diesen Betrag: €5.000 / €20 = 250 Stück. Die Deckungsbeitragsquote beträgt €20 / €50 = 40 %, der Break-Even-Umsatz also €5.000 / 0,40 = €12.500. Bei 400 erwarteten Stück liegt der Umsatz bei €20.000, der Sicherheitsabstand bei €7.500 oder 37,5 % und der Gewinn bei €20.000 x 0,40 - €5.000 = €3.000. Die Gewinnschwelle ist nach €12.500 / €20.000 x 30 = 18,75 Tagen erreicht, also am 19. Tag des Monats. Für €2.000 Gewinn brauchst du (€5.000 + €2.000) / €20 = 350 Stück.
Praktische Tipps und unterstützende Tools
Was dieser Break-Even-Rechner macht
Wähle zuerst einen Tab. Pro Stück passt zu allem, was du einzeln verkaufst: Produkte, Gerichte, Tickets, Abos oder Stunden. Gib die Fixkosten für einen Monat oder ein Jahr ein, den Verkaufspreis und die variablen Kosten eines Stücks. Aus dem Umsatz ist für Unternehmen gedacht, die ihren Gesamtumsatz und ihre variablen Gesamtkosten kennen, aber keinen einheitlichen Stückpreis haben. Beide Tabs zeigen den Break-Even-Umsatz, die Deckungsbeitragsquote und eine Grafik mit Umsatz und Gesamtkosten, deren Linien sich an der Gewinnschwelle schneiden. Im Tab Pro Stück ergänzt du unter Mehr Optionen einen erwarteten Absatz und einen Zielgewinn; der Tab Aus dem Umsatz misst diese Werte an deinem Umsatz selbst und bietet unter Mehr Optionen nur den Zielgewinn.
Rechenbeispiel
Ein kleiner Onlineshop hat €5.000 Fixkosten im Monat für Miete, Software und ein Teilzeitgehalt. Er verkauft ein Produkt für €50 netto, das ihn im Einkauf, in der Verpackung und im Versand €30 kostet. Jeder Verkauf bringt einen Deckungsbeitrag von €20, eine Deckungsbeitragsquote von 40 %. Die Gewinnschwelle liegt damit bei 250 Stück oder €12.500 Umsatz im Monat. Rechnet der Shop mit 400 Stück, beträgt der Sicherheitsabstand 37,5 % (€7.500), der Gewinn €3.000, und die Gewinnschwelle ist am 19. Tag des Monats erreicht. Für €2.000 Gewinn muss er 350 Stück verkaufen, also €17.500 Umsatz machen.
Break-Even-Menge oder Break-Even-Umsatz
Die Break-Even-Menge, in der Kostenrechnung auch kritische Menge genannt, sagt dir, wie viele Stück du verkaufen musst: 250 im Beispiel. Der Break-Even-Umsatz sagt dir, welcher Umsatz das ist: 250 x €50 = €12.500. Beides beschreibt denselben Punkt. Mit einem einzigen Produkt plant es sich in Stück leichter. Verkaufst du viele Artikel zu unterschiedlichen Preisen, rechnest du mit Umsatz und Deckungsbeitragsquote, wie es der Tab Aus dem Umsatz tut: Bei 40 % deckt jeder Euro Umsatz €0,40 Fixkosten, also €5.000 / 0,40 = €12.500.
Fixkosten und variable Kosten
Fixkosten bleiben gleich, ob du im Zeitraum 0 oder 1.000 Stück verkaufst: Miete, Versicherungen, Software-Abos, Kreditzinsen, Gehälter und dein eigener Unternehmerlohn, wenn er fest ist. Variable Kosten wachsen mit jedem Verkauf: Wareneinsatz, Material, Verpackung, Versand, Zahlungsgebühren und Provisionen. Manche Kosten sind gemischt, etwa der Strom einer Bäckerei; teile sie in einen festen Sockel und einen Anteil pro Stück. Diese Aufteilung ist wichtiger als jede Formel: Vergisst du €5 Versand pro Stück bei den variablen Kosten, scheint die Gewinnschwelle bei 200 statt bei den tatsächlichen 250 Stück zu liegen.
Wann im Monat oder Jahr du die Gewinnschwelle erreichst
Mit einem erwarteten Absatz oder einem Umsatz zeigt der Rechner auch den Zeitpunkt der Gewinnschwelle: den Tag, an dem der bisherige Umsatz alle Fixkosten des Zeitraums gedeckt hat. Er geht von gleichmäßigen Verkäufen aus und zählt 30 Tage pro Monat und 365 pro Jahr. Bei €12.500 Break-Even-Umsatz und €20.000 erwartetem Umsatz ist das nach 62,5 % des Monats, am 19. Tag. Über ein Jahr mit €60.000 Fixkosten, €240.000 Umsatz und €144.000 variablen Kosten liegt der Break-Even-Umsatz bei €150.000, erreicht am 229. Tag, im 8. Monat. Ein Saisongeschäft wie eine Gärtnerei mit dem meisten Umsatz im Frühjahr erreicht ihn früher oder später als diese Schätzung.
Was der Rechner zeigt, wenn der Umsatz nicht reicht
Bleibt dein erwarteter Absatz oder Umsatz unter der Gewinnschwelle, zeigt das Ergebnis, wie weit du davon entfernt bist. Ein Balken teilt die Fixkosten in den Teil, den deine Verkäufe decken, und den Teil, der offen bleibt, und der Block Was du für die Gewinnschwelle brauchst listet auf, was fehlt. Nimm einen Monat mit €10.000 Umsatz und €6.000 variablen Kosten im Tab Aus dem Umsatz: Die Deckungsbeitragsquote von 40 % lässt €4.000 übrig, genug für 80 % der €5.000 Fixkosten, also endet der Monat mit €1.000 Verlust. Du brauchst €2.500 mehr Umsatz, um €12.500 zu erreichen, oder variable Kosten von €5.000 statt €6.000 beim gleichen Umsatz. Im Tab Pro Stück zeigt der Block die zusätzlich nötigen Stück und den Preis, mit dem du bei deinem erwarteten Absatz die Gewinnschwelle erreichst. Deckt der Preis nicht einmal die variablen Kosten, gibt es überhaupt keine Gewinnschwelle, und der Block zeigt den Preis, über dem du liegen musst.
So senkst du die Gewinnschwelle
Es gibt drei Hebel, und im Beispiel senkt jeder davon die Gewinnschwelle von 250 auf 200 Stück. Erhöhe den Preis von €50 auf €55, sodass jedes Stück €25 statt €20 beiträgt. Senke die variablen Kosten von €30 auf €25, etwa mit einem günstigeren Lieferanten oder niedrigeren Versandtarifen. Oder streiche €1.000 Fixkosten im Monat. Eine Preiserhöhung wirkt auf dem Papier am schnellsten, aber prüfe, ob dir genug Kunden bleiben: Fällt der Absatz unter die neue Gewinnschwelle, hat der höhere Preis nichts gebracht.
Den Rechner in vier Schritten nutzen
- Wähle den Zeitraum und addiere alle Fixkosten für diesen Monat oder dieses Jahr.
- Gib Verkaufspreis und variable Kosten pro Stück ein, oder wechsle zu Aus dem Umsatz und gib Gesamtwerte ein.
- Lies Break-Even-Menge, Deckungsbeitrag und Grafik ab.
- Öffne Mehr Optionen, trage deinen erwarteten Absatz und einen Zielgewinn ein und prüfe deinen Spielraum.
Wann dieser Rechner am nützlichsten ist
- Gründung: sieh, wie viele Kunden du pro Monat brauchst, bevor der erste Euro Gewinn entsteht.
- Preis festlegen: vergleiche die Gewinnschwelle bei €45, €50 und €55, bevor du dich entscheidest.
- Neue Fixkosten: rechne aus, wie viele Stück mehr eine neue Mitarbeiterin oder ein größeres Ladenlokal erfordert.
- Businessplan: Banken und Investoren erwarten eine Break-Even-Analyse mit Sicherheitsabstand.
Häufige Fehler
- Bruttopreise verwenden: Die Mehrwertsteuer gehört nicht dir, also gib Preise und Umsatz netto ein.
- Den eigenen Unternehmerlohn vergessen: Brauchst du €3.000 im Monat zum Leben, zähle sie als Fixkosten oder als Zielgewinn.
- Zeiträume mischen: Monatliche Fixkosten mit Jahresumsatz machen das Ergebnis 12-mal zu optimistisch.
- Das Ergebnis als Absatzprognose lesen: Die Gewinnschwelle ist ein Minimum, keine Vorhersage deiner Verkäufe.
Was dieser Rechner nicht macht
- Er rechnet mit einem Preis und einem Satz variabler Kosten pro Stück; bei mehreren Produkten nutzt du Aus dem Umsatz mit Gesamtwerten.
- Er berücksichtigt keine Steuern auf den Gewinn und keinen Liquiditätspuffer für schwache Monate.
- Er berechnet nicht, wie lange es dauert, eine einmalige Anfangsinvestition zurückzuverdienen; er rechnet pro Monat oder pro Jahr.
Unterstützende Rechner
- Preis und Marge: nutze den Margenrechner, um aus einem Einstandspreis einen Verkaufspreis mit der nötigen Marge oder dem nötigen Aufschlag zu machen.
- Rendite der Investition: nutze den ROI-Rechner, um die Gesamt- und Jahresrendite zu messen, sobald das Geschäft Gewinn macht.
- Preisänderungen: nutze den Prozentrechner, um die prozentuale Erhöhung oder Senkung eines neuen Preises oder einer Kostenposition zu berechnen.
Mehr erfahren
- Von den Kosten zum Preis: lies den Preisrechnung-Ratgeber, um zu sehen, wie Einstandspreis, Marge, Rabatt und Mehrwertsteuer zusammen einen Verkaufspreis ergeben.